20. Oktober 2021 | Bundesliga

Overtime-Krimi gegen Heidelberg

Overtime-Krimi gegen Heidelberg

2,6 Sekunden stehen noch auf der Uhr. 65:63 für das Team aus Heidelberg:

Tatiana Tenorio von den Bascats war zum Korb gezogen mit dem Ziel, einen Korb zu erzielen und vielleicht den Zusatzfreiwurf zu bekommen. Das Foul kam, aber nicht der Treffer. Somit MUSSTE sie beide Freiwürfe treffen, um ihr Team zumindest in die Verlängerung zu bringen. In solchen Situationen kann man wirklich gute, große Spielerinnen erkennen. Alle in der Halle waren unfassbar gespannt und dann erleichtert, dass beide Freiwürfe ihr Ziel fanden und es dann in die Verlängerung ging.

Aber bis zu dieser Szene war es ein Spiel, was sehr vom Kampf lebte. Keinem Team gelang es innerhalb der gesamten Spielzeit einen 2-stelligen Vorsprung zu erzielen. Immer wenn ein Team mal etwas die Nase vorne hatte, kam kurze Zeit später der Gegen-Run des anderen Teams und somit war es ein Spiel, wo du nie sagen konntest, wer am Ende die Nase vorne hat.

Auch das 3. Viertel, was in den Spielen zuvor immer das Schwache der Heidelbergerinnen gewesen war, wurde diesmal von den Gästen mit 17:12 gewonnen. Auch das erste Viertel
hatten sie bereits mit 21:20 gewonnen. Dafür hatten die Bascats in den beiden anderen Abschnitten mit 17:14 und 17:12 die Nase vorn.

Und somit musste die Verlängerung herhalten, um einen Sieger in dem spannenden Spiel zu ermitteln. Und wie meistens gewinnt dann das Team, das dort den besseren Start hat. Und das
waren an diesem Samstag die Bascats aus Düsseldorf.

Angetrieben von dem großartigen Publikum wuchsen die Spielerinnen über sich hinaus und machten am Ende den 79:74 Sieg perfekt. Einige Spielerinnen aus Heidelberg haderten nach dem Schlusspfiff mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter. Am Ende ( die letzten 10 Sekunden der Verlängerung ) standen nur noch 4 Spielerinnen vom Gästeteam auf dem Platz. Alle anderen ( 4 ) waren ausgefoult. Hierzu muss man sagen, dass die Linie der Schiedsrichter doch etwas kleinlich war im Verhältnis zu anderen Spielen in der Bundesliga. Allerdings war es auf beiden Seiten so. Am Ende hat vielleicht nicht das bessere Team gewonnen, sondern das Team, was den Sieg
etwas mehr gewollt hat. Aber wenn Heidelberg nach 40 Minuten die Nase vorne gehabt hätte, hätte sich keiner beschweren dürfen. Dazu waren die Gäste zu gut. Dieser derzeitige
Tabellenplatz entspricht absolut nicht ihrem wahren Leistungsvermögen. Aber wenn sie weiter dranbleiben, ist der erste Sieg nicht mehr weit entfernt.

So sah unser Headcoach Dhnesch Kubendrarajah das Spiel:

„Wir sind schlecht in die Viertel reingekommen, aber haben dafür in der zweiten Hälfte des jeweiligen Viertels immer einen Lauf gehabt, um das Spiel eng zu halten. Unser Plan die Zone zu attackieren, um die Leistungsträgerinnen von Heidelberg in Foulprobleme zu bringen hat sehr gut funktioniert, nur hat es sich nicht im Ergebnis wieder gespiegelt, weil wir 20/59 aus dem 2 Punkte Bereich und 33/51 Freiwürfe werfen. So war es bis zum Schluss ein Spiel was auch Heidelberg hätte gewinnen können. Insgesamt müssen wir in gewissen Situationen noch besser verteidigen und die Chancen, die wir vorne bekommen nutzen.“

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