01. April 2019 | Allgemein

Wie die U12w1 es geschafft hat, das Spiel beim Tabellenzweiten in Bochum bis zum Ende offen zu halten.

Wie die U12w1 es geschafft hat, das Spiel beim Tabellenzweiten in Bochum bis zum Ende offen zu halten.

Die U12w1 musste am 31.03.2019 in Bochum zum vorletzten Spiel in der laufenden Saison antreten. Bereits vor dem Spiel stand fest, dass der Ausgang dieses Spiels in der Tabellen keine Auswirkungen haben würde. Bochum ist Zweiter und die Bascats sind Vierter. Daran lässt sich nichts mehr ändern.

Es ging also förmlich um die „goldene Ananas“. Wer aber Spiele in diesem Altersbereich verfolgt, der ist immer auch daran interessiert, wie sich die Mädchen weiterentwickelt haben. Das Hinspiel in Düsseldorf hatten die Bochumer Mädchen im Dezember mit 92:52 gewonnen. Das ist ja schon mal eine klare Ansage.

Die Hoffnung von Coach Roger Nagel war also, dass man zeigen könnte, dass die Cats sich hervorragend weiter entwickelt haben. Nach dem 1. Viertel stand es 14:13 für die Katzen, man konnte also von einem Spiel auf Augenhöhe sprechen. Leider wurde das 2. Viertel dann mit 10:17 verloren, zur Halbzeit stand es also 24:30 aus Düsseldorfer Sicht. Aber auch dieser Spielstand ist ja kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Das wurde in der Pausenbesprechung auch thematisiert: „Es gibt keinen Grund, dieses Spiel zu verlieren.“

Die Mädels waren sich mit dem Coach einig: „Das können wir hier heute gewinnen!“. In einem dramatischen 3. Spielabschnitt zeigte die elektrische Anzeige 55:51 für Bochum an. Also nur noch 4 Punkte Rückstand und das Viertel mit 27:25 gewonnen. Die Hoffnung lebte also.

Sehr irritierend stellte das Kampfgericht dann aber mit dem Beginn des 4. Viertels das Ergebnis auf 55:50 zurück. Der sofortige Einspruch des Coaches wurde so pariert: „Das ist aufgrund eines Fehlers von uns mit den Schiedsrichter abgesprochen worden.“ So weit so gut (schlecht).

Der Schlussabschnitt war dann der Knaller: Die Führung wechselte nahezu mit jedem Angriff. Spiele wie diese gehen dann super knapp aus, der Sieger ist eher zufällig am Ende vorne. So war es auch hier. Mit dem Schlusssignal wies die Anzeigetafel Bochum als Sieger mit 72:70 aus.

Leider (aus Sicht der Bochumer) beweist der Spielberichtsbogen, dass die Düsseldorfer Mädchen vom Kampfgericht um 3 Punkte aufgrund eines Zählfehlers benachteiligt worden sind. Statt das Ergebnis am Ende des 3. Viertel um einen Punkt zurückzusetzen, hätte man es um 3 Punkte heraufsetzen müssen. Das heißt nichts anderes als dass das Spiel mit 73:72 an die Bascats hätte gehen müssen. Leider haben die Schiedsrichter diesen Zählfehler nicht dokumentiert.

Was bleibt also? Die Bascats haben ebenso wie die Mädchen aus Bochum eine gute Entwicklung genommen. Die Gastgeberinnen haben ihre individuelle Verteidigung erheblich verbessert. Sehr deutlich wurde eine klare 1-1 Zuordnung gespielt. (Das war im Hinspiel noch nicht so zu erkennen.) Die Düsseldorfer Gäste haben aber auch entscheidend aufgeholt. Neben der guten individuellen Defense konnte man ganz viele sehr schön herausgespielte Angriffe sehen. Darauf sind wir stolz.

Der Spielberichtsbogen zeigt ein 70:72 und damit eine Niederlage der Cats. Die Aktenlage zeigt ein 72:73 und damit einen Düsseldorfer Sieg. Auf die finale Platzierung hat das alles keinen Einfluss. Es geht hier „nur“ um das Ego. Die Capitol Bascats fühlen sich als Sieger, grüßen die Bochumer Mädchen und freuen sich über ein tolles Spiel, dass wir alle heute hatten.

Roger Nagel

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