19. Februar 2019 | Allgemein

Eine Halbzeit reicht nicht – U14-1 lernt wieder hinzu: Hürther BC – Capitol Bascats 78:60

Eine Halbzeit reicht nicht – U14-1 lernt wieder hinzu: Hürther BC – Capitol Bascats 78:60

An einem verkehrstechnisch mehr als ungünstigen Donnerstagabend ging es für die Regionalliga Bascats nach Hürth. Die Anreise gestaltete sich für drei der Mädchen als beinahe unmöglich, hatte es doch ein Auto geschafft, neben den zahlreichen eingerechneten Staus auch eine nicht einkalkulierte Vollsperrung zu erwischen. Nur wenige Minuten vor Spielbeginn erreichte man nach zweistündiger Fahrt die Halle. Die Referees bestanden auf einen pünktlichen Start und so musste Coach Centa nicht ganz wie gewünscht in die Partie starten. Bedauerlicherweise starteten die Bascats – somit erneut ohne Guard auf dem Feld – entsprechend strubbelig. Als nach fünf Spielminuten die ersten Punkte erzielt wurden, stand es bereits 0:12 – mit Blick auf den Endstand war das einfach ein sehr unglücklicher Start. Nach einem insgesamt sehr mauen ersten Viertel sah man sich unerwartet deutlich im Rückstand (8:25). Das lag diesmal allerdings weniger an der Übermacht der Gegnerinnen, die zwar ein ordentliches Team aber keine Ausnahmespielerin auf das Feld brachten und wahrscheinlich auch deshalb direkt vor den Düsseldorferinnen auf dem Vorletzten Platz der TOP Liga stehen. Auch vor diesem Hintergrund verwunderte die unverständlich lethargische Haltung einiger Spielerinnen, die sich in der ersten Halbzeit in ein vermeintlich vorbestimmtes Schicksal fügten. 21:10 ging auch das zweite Viertel klar und verdient an Hürth und Düsseldorf sah einem uncharmanten Halbzeitstand von 18:46  entgegen.

Nach einer Mischung aus passender Kabinenansprache und endlich auch mentalen Ankommens in der Hürther Halle, starteten die Bascats wie ausgewechselt in die zweite Hälfte. Jetzt wurde auf Augenhöhe gespielt, klug zum Korb gezogen, der Ball schnell nach vorne gespielt, um selbigen gekämpft und unter den Körben gearbeitet. Das dritte Viertel wurde klar für Düsseldorf entschieden (22:12), die nun mental und physisch voll im Spiel waren. In der 34. Minute stand es plötzlich 50:60 und es hätte noch einmal richtig spannend werden können. Wenn die Hürther Mädchen nicht etwas dagegen gehabt hätten und durch einen 8:0 Lauf den kurz aufgeflammten Siegeswillen der Düsseldorferinnen wieder gelöscht hätten. Hätte, hätte … eine ansehnliche zweite Halbzeit mit der richtigen Einstellung war versöhnlich, aber auf diesem Niveau nicht ausreichend.

„Wir haben heute gelernt, dass es egal sein muss, wann ich in die Halle komme, sobald ich eine Basketballhalle betrete, muss ich bereit sein, Basketball zu spielen und zwar so gut ich kann. Egal ob Teamkameradinnen fehlen oder ich selbst zu spät komme. Klar, die Mädchen sind noch jung und das Abrufen der besten Leistung ist nicht auf Knopfdruck möglich. Aber wer weiter im Leistungssport bestehen möchte, muss lernen, mit Unwägbarkeiten um zu gehen. Mich hat heute geärgert, dass ich nicht über 40 Minuten den Willen meiner Mädchen erkennen konnte, die Tabellennachbarin an zu greifen – da wäre mehr drin gewesen. Ich hoffe jetzt sehr, dass in den kommenden Wochen mal wieder vollzählig gespielt werden kann, das braucht das Team dringend“, so eine unzufriedene aber auch verständnisvolle Trainerin nach den beiden ungleichen Halbzeiten.

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