22. Januar 2017 | Allgemein

Rückrundenstart gegen Tabellenführer Sterkrade – 31:93 und dennoch ein Schritt nach vorne

Rückrundenstart gegen Tabellenführer Sterkrade – 31:93 und dennoch ein Schritt nach vorne

 

Beim Rückrundenstart hat es unsere U13 gleich mit dem Tabellenführer aus Sterkrade zu tun bekommen. Nachdem das Hinspiel mit 11:121 verloren wurde, gab es zwei klare Vorgaben in der Vorbereitungswoche. Zum einen sollten den Gästen keinesfalls 100 Punkte gestattet werden und zum anderen wollte man die Punktedifferenz halbieren. Wie zu sehen ist, wurde Ziel 1 erreicht, für Ziel 2 war das Spiel zwei Minuten zu lang.

Es ging im Prinzip darum, zu schauen, wie die Entwicklung der Mannschaft voranschreitet.

Olivia und Karla aus dem Jahrgang 2004 haben uns diesmal zur Verfügung gestanden. Das war sehr wohltuend. Beide haben sich sehr engagiert in die Defense gegen die längsten Sterkrader Mädchen eingebracht. Auch Lia, die ebenfalls erst seit 10 Monaten dem orangefarbenen Ball nachjagt, war körperlich sehr präsent. Dadurch ist schon ein erhebliches Stück Last von den jüngeren Spielerinnen genommen worden.

Marie hat uns in ihrem ersten Spiel bereits sehr mit ihrer Erfahrung, ihrer sicheren Ballbehandlung und einem ausgesprochen klugen Entscheidungsverhalten in der Offense geholfen. Alleine diese 4 Mädchen ermöglichen uns ein anderes Auftreten. Auf einmal müssen Chrissi, Angelina, Carlotta und Co nicht mehr gegen die viel größeren und kräftigeren Gegnerinnen verteidigen, sondern können sich mit Spielerinnen auseinandersetzen, die ihren Körpermaßen schon näher kommen.

Nun können wir endlich daran gehen, eine Spielkonzeption umzusetzen, in der auch ein Erfolg realistisch ist. Es geht schlussendlich immer darum, ob man in der Lage ist, seine spezifische Aufgabe im Team von der Robustheit, der Geschicklichkeit und der Geschwindigkeit her umzusetzen. Sie alleine nur zu kennen, reicht ja nicht aus. Für den Coach geht es jetzt erst los.

Luisa, Elisa, Maria, Sydney und Laureen müssen also mit äußerster Konzentration ihre speziellen Aufgaben im Fokus haben. Wo das nicht klappt, wenn man auf dem Feld ist, droht sofort wieder die Bank. Kennen und Können – dieser Zweiklang entscheidet über jede Minute Spielzeit.

Zum Spielverlauf:

Wir sind uns sicher, die ersten 2 Spielviertel haben alle Anwesenden in der Sporthalle überrascht. Unser Team war sehr konzentriert und ging nach einem guten Auftritt mit einem 7:12 in die erste Pause. Auch Abschnitt 2 wurde sehr ordentlich gespielt, wenngleich es mit 5:19 nun doch schon deutlicher wurde. Ein Spielstand von 12:31 sah aber doch so aus, als könne man die vorgegebenen Ziele erreichen.

Leider sind wir sehr schläfrig in die 2. Halbzeit gestartet. Nachdem wir – wegen fehlender Zuordnung in der Defense – 0:6 Punkte kassiert haben, wurden alle 5 Mädchen vom Feld genommen. Die Begegnung war nun erheblich körperbetonter. Zwar haben wir 8 Punkte erzielen können, mussten aber immerhin gleich 30 einstecken. 20:61 sieht schon nicht mehr toll aus.

Beide Teams konnten ihre Ausbeute im Schlussabschnitt noch einmal toppen – 11:32, aber damit war der Abstand eben auch auf 62 Punkte angewachsen und das sind genau 7 zu viel.

Und nun?

Wir haben eine neue Trainingswoche vor uns, in der wir uns auf ISD vorbereiten werden. In Verteidigung und Abgriff gibt es genug zu tun. Ich freue mich drauf!!!

Roger Nagel

 

 

Aus Eltern Sicht:

Wir möchten an dieser Stelle einmal Danke an das Team der U-13 sagen. Danke deshalb, weil uns die Mädchen so viel Freude bei den Spielen bereiten. Wir sehen eine tolle Entwicklung unserer Mannschaft sowohl im sportlichen Bereich, als auch beim Teamgeist. Diese Fortschritte verdanken wir insbesondere Roger Nagel und seinem Team. Er versteht es, dem Team dank seiner Erfahrung und Professionalität die richtigen Impulse zu geben. Und ganz wichtig: sportliche Fairness! Leider konnten wir beim gestrigen Spiel gegen Sterkrade 69ers sehen wohin es führt, wenn diese nicht im Vordergrund steht. Wenn Spielerinnen so angestachelt werden, dass selbst nach Abpfiff durch den Schiedsrichter versucht wird mit brutalen Mitteln anderen zu schaden, und Verletzungen billigend in Kauf genommen werden. O-Ton Schiedsrichter zu Spielerin Nr. 8: „Komm mal runter, es ist bereits abgepfiffen“. Ich würde meine Tochter nicht in einer Mannschaft spielen lassen, wo der Trainer die anderen Spielerinnen beleidigt und ein brutales Vorgehen unterstützt. In diesem Falle finden wir auch das Auslaufen wichtiger, als gute Miene zu einem brutalen Spiel zu machen. Aber zurück zu unserem Team: Der Geist vom Spiel wurde auch in Lemvig gesehen und steckt jetzt noch tiefer als Mannschaftsgeist in den Genen der Mannschaft.

Wir wünschen unseren Mädchen weiterhin viele sportliche Erfolge und vor allem viel Spaß und Freude am Basketballspiel.

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