13. November 2016 | Allgemein

Schwere Verletzung überschattet die Niederlage gegen den TSV Hagen

Schwere Verletzung überschattet die Niederlage gegen den TSV Hagen

Der heutige 5. Spieltag war eigentlich ein sehr relaxter Tag. Denn eigentlich hatte man sich von Seiten der Bascats nicht wirkliche Hoffnungen gemacht gegen den Tabellenzweiten aus Hagen etwas auszurichten. Aber wie so häufig im Leben sollte es anders kommen. 

Wir traten zum 2. Male mit der maximalen Anzahl von Spielerinnen an. Dieses mal aber ohne die bisherige Unterstützung von der sehr erfolgreichen U15-Mannschaft. Und gerade nach der desaströsen Vorwoche war auch das ein Punkt, der uns nicht gerade positiv in dieses Spiel hinein gehen ließ. Aber gerade jetzt schien das Team es sich selber beweisen zu wollen.

Von Anfang an wurde der Gegner von uns unter Druck gesetzt. Die Defense stand in diesem Spiel wie eine eins. Die gegnerischen Spielerinnen bekamen so gut wie keine freien Würfe und wenn doch, dann fehlte ihnen die Treffsicherheit. Unser Team hingegen warf alles an spielerischen und kämpferischen Attributen in die Waagschale und somit konnten wir nach 10 Minuten zum ersten Mal in dieser Saison ein Viertel zu unseren Gunsten entscheiden. Es stand nach 10 Minuten 8:6 für unser Team.

Eine Eintagsfliege? Mitnichten. Auch im 2. Viertel wurde der Gegner mit allen erlaubten Mitteln bekämpft. Leichte Punkte gab es für keins der beiden Teams. Die Defense war auf beiden Seiten das entscheidende Segment. Aber am Ende dieses Viertels stand ein 10:8 für uns zu Buche, so dass wir mit einem am Anfang nie für möglich gehaltenen 18:14 Führung in die Halbzeit gingen.

In der Pause war unser Coach Jan voll des Lobes für das Team (im Verhältnis zur Vorwoche). Er mahnte aber auch zur Wachsamkeit. Denn aus der Vorsaison wussten wir: das schwierigste  stand uns noch bevor. Das 3. Viertel. Irgendwie hat das schon mystische Ausmaß angenommen, dass wir nach einer Führung in diesem Viertel immer wieder Probleme hatten.

Und so kam es auch. Bei uns lief es überhaupt nicht mehr. Für unsere Gegner dagegen schon. Die hatten sich scheinbar auf einen lockeren Sieg hier eingestellt und waren mit Sicherheit überrascht über die Gegenwehr. Aber jetzt kamen sie gut in dieses Viertel. Am Ende stand es 3:10 gegen uns. Allerdings kam es zu einer besonderen Szene: 6 Sekunden vor Schluss bekamen wir einen Einwurf zugesprochen in unserer Hälfte. Und dennoch warfen wir dann den einzigen Korb in diesem Viertel quasi mit der Schlusssirene dieses Viertels.

Wir waren natürlich voll euphorisiert von diesem Erlebnis, der Gegner verständlicherweise nicht. Und das sollte unser Moment werden für das letzte Viertel. Denn jetzt lief es genau anders herum. Wir spielten wieder befreit auf, während unser Gegner auf einmal wieder schwere Beine und Hände bekam. Nach 34 Minuten führten wir mit 30:24. Der erste so heißersehnte Sieg war so nah. Und dann geschahen 2 Dinge:

Zum einen wurde eine unsere besten Rebounder Spielerin mit 2 schnellen Fouls, die man nicht als solche pfeifen muss, ausgefoult. Und kurz danach gab es ein Offensivfoul von einer Spielerin aus Hagen, wobei sich unsere Kapitänin schwer verletzte. Sie wurde von der Gegnerin umgerannt und fiel mit dem Kopf voll gegen die Hallenwand. Erst nach mehreren Minuten Verletzungsunterbrechung konnten wir weiterspielen. Es musste der Notarzt gerufen werden. Von diesem Unglück erholte sich unser Team dann leider nicht mehr. Mit den Gedanken wohl noch bei ihrer Mitspielerin gelangen jetzt keine gezielten Aktionen mehr. 37 Sekunden vor Schluss gelang zwar noch einmal durch einen Freiwurf die 31:30 Führung. Aber ein Korbleger unserer Gegnerinnen wurde uns leider danach noch zum Verhängnis, so das es am Ende 31:32 stand.

Natürlich ärgerten wir uns über die Niederlage, zumal wir 3 von 4 Vierteln für uns entschieden hatten. Aber wir waren in Gedanken eher bei unserer Kapitänin, die sich, wie sich später herausstellte, eine starke Prellung und Stauchung der Wirbelsäule zugezogen hat. Wir hoffen natürlich, dass es ihr bald wieder besser geht.

Zum gesamten Spiel bleibt nur zu sagen: Chapeau. Was das Team heute geleistet hat, war aller Ehren wert. Noch in der Vorwoche hätte keiner dieser Mannschaft eine solche Leistungssteigerung zugetraut. Das sie es trotzdem so hinbekommen hat, war ein Verdienst jeder einzelnen Spielerin und ist natürlich auch unserem Trainer Jan zu verdanken, der mit den richtigen Trainingsschwerpunkten innerhalb der Woche für den Umschwung im Team verantwortlich zu machen ist. So darf es gerne weitergehen.

Die Punkte verteilen sich wie folgt:

Maria 10; Lena 6; Semina 5; Teresa + Jenny jeweils 3 + Paula + Niusha jeweils 2.

Das nächste Spiel findet am 27.11.2016 um 14 Uhr in Wuppertal statt. Wir hoffen auch hierbei auf zahlreiche Unterstützung.

Frank Röttger         

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