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Interview mit Sean Lowe

1. Lieber Sean, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu dem Gewinn der westdeutschen Meisterschaft mit der U18 1 in der Jugendregionalliga. Du bist jetzt schon einige Jahre Trainer und hast diesen Titel bereits vor 2 Jahren mit dem Großteil der Mädels gewonnen. Was für einen Stellenwert nimmt diese Meisterschaft für dich ein?

Diese Meisterschaft war für mich sehr wichtig, weil es auf Bundeslandebene nichts höheres gibt. Und wie du bereits gesagt hast, hat der Großteil der Mädchen es schon einmal geschafft. Daher war es ein großer Ansporn zu zeigen, dass wir es wiederholen können. Das gelingt nicht vielen. Ich bin wirklich sehr stolz auf die Mädchen.

2. Hast du von Anfang an mit diesem Erfolg gerechnet oder wie war die Zielsetzung zu Beginn der Saison?

Gerechnet nicht, nein. Aber wir haben ganz klar darauf hingearbeitet. Wir wussten, dass wir eine gute Mannschaft haben, und dass am Ende die Mannschaft die am härtesten arbeitet den Titel holen wird. Man darf nicht vergessen, dass einige Mädchen teilweise 7 mal die Woche trainieren. So ein Aufwand muss am Ende einfach belohnt werden.

3. Du hast ja nicht nur dieses Team, das du betreust, sondern auch noch die Damen 2. Außerdem bist du auch noch Co-Trainer bei der Damen 1. Wie beurteilst du die Ergebnisse deiner anderen Teams und was eigentlich noch viel wichtiger ist, wie ist dort die Entwicklung der Spielerinnen?

Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung von vielen Spielerinnen. Es haben wirklich viele große Fortschritte gemacht und das hat sich auch bei den Ergebnissen gezeigt. 
Je länger die Saison ging, desto höher wurden die Siege. Aber ich muss da auch ganz klar sagen, mein Anteil an dieser Entwicklung ist überschaubar. Als Trainer kannst du nur den Weg aufzeigen, jeder Mensch ist aber am Ende selbst dafür verantwortlich, ob er ihn auch geht. 
Gerade bei den Jüngeren freut es mich zu sehen, wie sie sich entwickelt haben. Das einige den Sprung in die 1. Damen geschafft haben ist einfach schön zu sehen.

4. Dann noch eine Frage als 2. Vorsitzender des Vereins: ihr seid mit der 1. Damen-Mannschaft in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Wie fühlt sich das an, die Zielsetzung, innerhalb von 4 Jahren nach der Gründung des Vereins, eigentlich übererfüllt zu haben? Eigentlich war das erst nach 5 Jahren geplant.

Es ist natürlich schön, wenn man sieht, dass sich die ganze Arbeit lohnt und ein Plan aufgeht. Das wir jetzt nach 4 Jahren schon in der 2. Liga sind, ist einfach der Wahnsinn. Aber wir haben auch wirklich den Luxus als Verein, dass hier wirklich viele hochmotivierte Leute mitarbeiten. Auch die Unterstützung im Verein ist unglaublich. Wenn ich sehe, dass zu einem Auswärtsspiel gegen Bochum knapp 100 Leute mitreisen etc, das macht uns als Verein einfach besonders.

5. Wie siehst du die Entwicklung innerhalb des Vereins. Ist der Verein auf das Kapitel 2. Bundesliga gut vorbereitet?

Ich denke schon. Natürlich ist die Corona Krise etwas was wir nicht vorhersehen konnten, weswegen es jetzt natürlich spannend wird, wie sich alles entwickelt, aber ich bin da zuversichtlich.

6. Du hast für viele überraschend als Trainer deinen Rücktritt erklärt. Was war der Grund dafür und wie wird es ab jetzt für dich im Verein weitergehen?

Es war einfach der richtige Zeitpunkt. Ich habe jetzt 4 Jahre lang den Spagat zwischen Vereinsmanagement, Trainer bis zu 3 Teams zeitgleich, Arbeit und Familie unter einen Hut gebracht, und das war wirklich nicht einfach. Jetzt mit der 2. Bundesliga werden die Anforderungen noch größer und da muss ich einfach irgendwo kürzer treten. Und da wir wirklich tolle, junge und hungrige Trainer*innen haben, kann ich mit gutem Gewissen dieses Kapitel für mich beenden. 
Natürlich wird mir die tägliche Arbeit mit den Spielerinnen fehlen, aber es freut mich auch wenn jetzt jemand anderes die Chance bekommt die Mädchen auf das nächste Level zu bringen.

7. Hand aufs Herz: als du den Verein vor 4 Jahren zusammen mit Roger gegründet hast: hattest du mit diesem Erfolg gerechnet und wo siehst du die Gründe für diesen Erfolg, der ja eigentlich seinesgleichen sucht.  

Ja 😉
Harte Arbeit wird immer belohnt!

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