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Sturm fegt über Langenfeld! Die Bascats auch?

Das Spiel vom vergangenem Sonntag stand leider vorab unter keinen guten Vorzeichen aufgrund mehrerer Absagen, die am Spieltag selbst nicht abreißen wollten, da es kurzfristig zu weiteren Ausfällen durch Vaki und Mai gekommen war.

Aufgrund des stürmischen Wetters war zudem die Anreise für viele Spieler und Anschreiber erschwert, die Partie aber konnte letztlich doch pünktlich und vollzählig begonnen werden.

Mit lediglich 7 einsatzfähigen Spielern war es dennoch der Plan von Coach Marco Wißfeld den Gegner aus Langenfeld frühzeitig unter Druck zu setzen und ihm so wenig Spielraum wie möglich zu geben.

Mit der Ganzfeldpresse von der ersten Sekunde an schienen die Gäste ihren Gegner auch völlig überrascht zu haben und so sah sich Coach D. Bartsch bereits nach 2 Minuten zu einer Auszeit gezwungen um den fulminanten 10:0 run der Gäste zu stoppen.

Die Gäste aus Düsseldorf waren von der ersten Sekunde an hochkonzentriert bei der Sache und setzten die taktische Marschroute hervorragend um, verteidigten aggressiv, sauber und fair und erzielten diverse Ballgewinne und nutzten diese umgehend zu eigenen Punkten. So konnten bereits früh im Spiel alle Starter erfolgreich abschließen und es waren lediglich erst 6 Minuten gespielt (14:3). So konnte auch unser Aufbauspieler Sophie früh im Spiel ihre fast obligatorischen 4 Punkte pro Spiel erzielen und es sollten nicht ihre letzten bleiben.

In besagter 6. Spielminute war es dann auch erstmals soweit, dass sich Coach Marco Wißfeld über die Verteidigung ärgerte, denn in dieser Scene agierte man etwas nachlässig und gab der gegnerischen Flügelspielerin Mona zu viel Platz den sie für ihren ersten Dreipunktwurf zu nutzen wusste. Der Ärger hielt sich natürlich in Grenzen, weil die Verteidigung bis hierhin super agierte, doch in Minute 8 kassierten die Gäste ihren zweiten Dreipunktwurf, ebenfalls von der Nummer 10, Mona.

Beiden Distanzwürfen folgte aber jeweils ein 6:0 run, so dass die Führung der Gäste nicht ernsthaft in Gefahr geriet und diese bereits nach dem ersten Viertel komfortabel bei 26:9 lag.

Aufgrund der Ganzfeld-Verteidigung bekamen die Zuschauer natürlich ein temporeiches und punktereiches Spiel zu sehen, zwar weniger Plays im Setplay, aber dies ist sowas von zu verkraften, wenn dafür eine deutlich höhere Punktausbeute die Folge ist.

Angestachelt zu einem weiteren herausragenden Viertel offensiv wie defensiv agierten alle Gästespieler höchstkonzentriert und aufmerksam, setzten die Gastgeber erneut früh unter Druck und zwangen diesen zu Fehlern, Ballverlusten und sogar zu mehreren Zeitüberschreitungen, in den sie es nicht schafften innerhalb von 8 Sekunden über die Mittellinie zu dribbeln oder passen.

Wenn sie es dann mal schafften war es wie in diesem Fall erneut die Nummer 10, Mona, die von jenseits der Dreipunktlinie erfolgreich abschließen konnte (bereits ihr dritte Dreier), weil sie jeden freien Zentimeter nutzte und trotz guter close-out-Verteidigung durch Sophie/Cigdem/ Ramona erfolgreich war. Natürlich ärgerte dies die Gäste aus Düsseldorf, doch viel mehr ließen sie in der ersten Halbzeit auch gar nicht zu.

Hier und da Mal ein Korbleger, vereinzelt ein Wurf, oder eben diese Distanzwürfe aus der Not heraus, weil sie gar nicht erst runter an die Bretter gelassen wurden, mehr Gefahr ließen wir gar nicht zu!

Offensiv überragend waren gerade im zweiten Abschnitt Spieler wie Annika und Marina, letztgenannte profitierte natürlich enorm von der Systemumstellung und agierte so deutlich offensiver in der Verteidigung was zur Folge freie Korbleger oder viele herausragende Pässe auf Spieler wie Sophie, Cigdem, Annika oder Ramona hatte.

Zusammen erzielten die beiden zwar 18 von 22 Punkten im zweiten Viertel, dennoch war es eine absolute Teamarbeit, ohne diese ein solches Ergebnis gar nicht zustande kommen kann.

Mit einer hochverdienten 48:14 Führung und einer tollen Leistung bis hierher ging es für beide Teams in die Halbzeitpause.

In dieser wurde nochmal angesprochen wie wichtig es sei nun nicht nachzugeben, genau so weiter zu spielen, aggressiv zu bleiben, den Gegner nicht aufzubauen bzw. zurück ins Spiel kommen zu lassen…

Scheinbar sprachen die Gäste so viel darüber, dass sie doch gleich die Umsetzung dabei vergaßen. Zwar erzielten wir in Person von Cigdem nach toller Verteidigung die ersten Punkte nach der Halbzeit, kassierten dann aber in Folge 8 nach dem gleichen bzw. ähnlichem Muster und die Führung schrumpfte auf 50:22.

Entsprechend verärgert darüber reagierte Coach Marco Wißfeld mit einer Auszeit und mahnenden Worte, die Verteidigung nicht zu vernachlässigen und weiterhin wachsam zu bleiben.

Diese Auszeit schien Früchte zu tragen, denn der Fokus war wieder da, die Verteidigung aggressiv und aufmerksam und in der Offensive übernahmen Marina und Lena am offensivem Brett und Cigdem als Zielspieler für diverse Assists. Unterstützt wurden unsere beiden Center vermehrt in der zweiten Halbzeit von Ailin, die für uns zahlreiche Rebounds holte und in der Verteidigung ebenso wie alle anderen einen super Job machten.

Erfreulich waren dann ihre beiden ersten Punkte zum Viertelende zur 66:27 Führung, die sie sich selbst erspielte und überragend am Brett abschloss!

Die Leistung bis hierher war trotz der kurzen Schwächephase direkt nach der Pause wirklich sehr gut, doch was im letzten Viertel folgte, war einfach nur überragend. Wer dachte, dass sich der Gastgeber aufgeben würde bzw. aufgegeben hätte, der täuschte sich bereits während des Viertels, aber auch noch nach dem Spiel der nur diesen Bericht liest! Denn es war die eigene Stärke, die eigene Leistung die uns dieses letzte Viertel noch lange im Kopf behalten lässt.

Zu einer sehr guten Offensive und einer sehr starken Verteidigung wie das gesamte Spiel über gesellten sich nun auch erfolgreiche Distanzwürfe hinzu.

Den Anfang machte Annika mit ihrem ersten Treffer zum 72:27, den zweiten erzielte sie zum 89:27, doch zwischen diesen beiden Treffern schraubte Cigdem mal eben mit 4 Körben in Folge ihre Punktausbeute nach oben und erzielte ihre Punkte 12-20!

In der Offensive etwas weniger im Fokus als ihre Mitspieler machte Lena (erzielte 8 Punkte) defensiv aber ebenfalls eine starke Partie und kämpfte sich im Schlussviertel des Öfteren am gegnerischen Brett zum Korb, zog so dass ein oder andere Foul und bekam entsprechend Freiwürfe zugesprochen. Leider fanden diese zwar nicht ihr Ziel (0/4), die Offensivrebounds (Ailin & Marina) hingegen waren unsere und daraus konnten wir immer wieder weitere Punkte am Brett (durch Marina) erzielen oder den Gegner direkt im Gegen-Pressing attackieren.

Zuvor für nicht möglich gehalten bzw. nicht in Betracht gezogen steigerten sich die Gedanken bei den Gästen ab Minute 35 bei erzielten 84 Punkten, die Punkteausbeute noch auf die magische 100 Punkte Marke zu erhöhen.

Sportliches Vorhaben aber mit der bisher gezeigten Leistung sollte dies möglich sein, zumal sich die Gäste in einen regelrechten Lauf spielten und voll fokussiert darauf waren. Die letzten Minuten hatte es der Gastgeber schon enorm schwer überhaupt die Mittellinie zu überqueren, so aggressiv und zielstrebig verteidigten die Bascats für dieses Vorhaben.

Im Sekunden Takt eroberten sie die Bälle, passten sich diesen durch die eigenen Reihen, beschäftigten die gegnerische Abwehr und erzielten hochprozentig Punkt für Punkt, ehe die Punktetafel knapp 90 Sekunden vor Ende der Partie 97:30 zeigte.

Natürlich hätten wir auch auf einen Korbleger gehen können und zunächst auf 99 Punkte erhöhen können, doch das Grinsen im Gesicht, das Funkeln in den Augen, der Wille auf glatt 100 Punkte zu erhöhen war dermaßen groß, der Ball lief wie selbstverständlich Position für Position durch die Offensivreihe und fand zum Schluss die völlig freistehend wartende Annika in der Ecke.

Sie bekam den Ball, nahm Maß und der Rest passte einfach zum Spiel. Ein nervöser Wurf, leicht abgerutscht und schließlich irgendwie mit Brett doch erfolgreich erhöhte sie kurz vor Schluss auf 100:30. Der Jubel und die Freude waren groß, wenn nicht sogar riesig.

Doch diese Freude sollte sogar noch getoppt werden, denn in einer letzten Auszeit 20 Sekunden vor Schluss genommen und das nächste Play besprochen (wurde bereits die letzten spiele praktiziert), war es diesmal Ramona für die dieses Play gespielt wurde.

Aufgemerkt und mit dem Beisatz bisher noch keinen versenkt zu haben, durchliefen die Bascats das letzte Play, der Einwurf gelang, Ramona bekam den Ball und mit voller Überzeugung und einer sehr flachen Flugkurve gelang ihr der Treffer jenseits der Dreipunktlinie zum 105:30. Die Freude stand allen Bascats ins Gesicht geschrieben, ein solch klasse Spiel mit einem solch tollem Play abgeschlossen zu haben.

Mit 41 erzielten Punkten im Schlussviertel fegten die Bascats über den Gastgeber Langenfeld hinweg und hatten großen Grund zu Freude!

GO BASCAT´S

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