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Damen 4 spielt gegen TV Breyell

Es ist einer dieser Tage, an denen man sich fragt, ob man überhaupt antreten sollte. Es ist einer dieser Tage, an dem die Sterne extrem ungünstig stehen, an dem einfach alle Bedingungen kaum schlechter sein könnten. Und ausgerechnet an diesem Tag treten die Damen 4 mit nur 5 Spielerinnen gegen eine vollständig aufgestellte Mannschaft des TV Breyell an. „Sie sind jünger als wir, sie sind weniger verkatert, viel weniger übermüdet und vorallem sind sie viel viel mehr“ (Anke Retzlaff) Also dann – „Kamikaze“ Die 5 mutigsten (und einzigen) Spielerinnen der gesamten Damen 4 machen sich bereit. Sie denken nicht daran, sich an einem Tag wie diesem einfach geschlagen zu geben. Ganz im Gegenteil. Wie Kriegerinnen ziehen sie auf das Feld und rennen sich die Seele aus dem Leib. Anweisungen wie „Gut so. Nicht kotzen“ werden ab dem dritten Viertel immer relevanter. Es ist ein unentwegtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Im letzten Viertel führt Breyell für eine unangenehm lange Zeit mit drei Punkten und das Spiel scheint fast entschieden. Doch nein!, ganz kurz vor Schluss legen die Damen 4 endlich nach. 2 Punkte! Die Nerven lagen blank. „Wir liegen jetzt nur noch mit einem Punkt hinten!“ Ist das machbar? Noch 12 Sekunden! Nicht aufgeben! Nicht nachlassen! Und vor allen Dingen: Nicht kotzen!… Foul! Endlich! Zwei Freiwürfe für Anke Retzlaff. Die sie – „wie soll sie die treffen unter diesem Druck?“ –  beide ohne zu zögern reinballert als wäre das eine Selbstverständlichkeit!:) Aber auch jetzt soll dieses Spiel noch nicht gelaufen sein. Euphorisiert von der gerade errungenen Führung wird eine der Gegnerinnen spontan etwas zu nah am Korb etwas zu hart „gestoppt“. Foul! Ebenfalls zwei Freiwürfe! Noch 7 Sekunden Spielzeit!… Der erste Wurf… daneben!… der zweite…berührt den Ring und fällt…daneben! Die Sterne stehen doch ganz gut. Aber noch immer ist das Spiel nicht zu Ende. Bis zur letzten Sekunde wird gekämpft, gerannt, geschwitzt und nicht gekotzt. Dann der Abpfiff. Sieg. Wir haben wirklich gewonnen. Was für ein Spiel. Was für ein Sieg. Man sollte meinen, dass an dieser Stelle einige Spielerinnen hätten (kotzend) zusammenbrechen müssen. Aber nichts da: Zum Jubeln und Umherspringen reicht die letzte Kraft jetzt auch noch. Was für ein Spiel. Wäre ein Publikum da gewesen, es hätte getobt. Trainer Omid Azar hat für diesen Auftritt nur ein einziges Wort: „Geisteskrank!“

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