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Die Sensation ist perfekt: Die U18 der CapitolBascats gewinnt die Westdeutsche Meisterschaft

Am Sonntag, dem 06.05.2018 kam es zum absoluten Show-down im Kampf um die westdeutsche Meisterschaft im weiblichen Jugendbasketball unter 18 Jahren:

ART Düsseldorf – Capitol Bascats Düsseldorf

Rückblende August 2017: Die Verantwortlichen der Capitol Bascats erfahren, dass in der höchsten Jugendliga in NRW, der Regionalliga, ein Platz frei geworden ist. Und nach einer sehr erfolgreichen Saison in der U15 ( alle Spiele gewonnen ) wollen die Verantwortlichen es wagen, in dieser Liga zu starten. Sowohl die Eltern als auch die Spielerinnen wurden gefragt und auch darauf aufmerksam gemacht, das man sehr viel Lehrgeld bezahlen würde, es sich aber auf die Dauer der Zeit ( einige Spielerinnen waren zu dem Zeitpunkt erst 14 oder 15 Jahre jung ) auszahlen würde, wenn man das Projekt jetzt wagen würde. Trotz dieser Aussicht gab es von allen nur Zustimmung für dieses Projekt.

Es kam wie vorhergesagt: das erste Spiel in Barmen wurde dann auch mit 30 Punkten Unterschied verloren. Aber danach gab es ein modernes Märchen. Das Team gewann danach alle Spiele der regulären Saison und qualifizierte sich damit für die Final-Four Endrunde der besten 4 Teams aus NRW. Und wieder einmal mussten die Bascats sich neuen Herausforderungen stellen. Die Mannschaftskapitänin startete ihr Auslandsjahr, und 2 weitere Spielerinnen hatten mit Dauerverletzungen zu kämpfen. Also blieben nur 8 Dauereinsatzfähige Spielerinnen übrig. 

Aber wieder übertrafen sich die Mädels: die ersten beiden Spiele wurden nach teilweise dramatischen Spielen gewonnen. Dann kam das erste Spiel gegen den ART Düsseldorf. Und zum zweiten Mal in der Saison zog das Team den Kürzeren. Die Bascats verkrampften in der ersten Halbzeit komplett, und erzielten nur 5 Punkte im ersten Abschnitt. Zu groß war der Respekt vor den 2-3 Jahre älteren Spielerinnen die man aus der Vergangenheit kennt. Am Ende holten die Bascats noch auf, verloren das Spiel aber denkbar knapp mit 34:36 . Da aber die beiden darauffolgenden Spiele deutlich gewonnen wurden, kam es eben zu dem am Anfang der Saison nicht für möglich gehaltene Endspiel gegen den Lokalrivalen ART Düsseldorf.

Die Halle war mit vielen Zuschauern sehr gut besucht. Die besondere Brisanz: Sollten die Bascats gewinnen, dann hätten sie das unmögliche möglich gemacht und die westdeutsche Meisterschaft gewonnen. Sollte der ART gewinnen, musste die Trefferdifferenz zwischen dann 3 punktgleichen Teams entscheiden.

Entsprechend nervös begannen beide Mannschaften. Das Spiel ging hin und her und in den ersten Minuten gab es kein Team, das sich einen Vorteil verschaffen konnte. In den letzten 4 Minuten des 1. Viertels allerdings stand die Defense der Bascats sehr gut und somit konnten sie mit einer knappen 9:6 Führung in die erste Pause gehen.

Das 2. Viertel lief dann immer mehr in die Richtung der Bascats. Die Angriffe wurden immer besser abgeschlossen und auch in der Defense bekamen die Gegnerinnen keine freien Würfe, so dass auch das 2. Viertel mit 18:11 gewonnen wurde. Spielstand also zur Pause: 27:17.

10 Punkte sind im Basketball nichts. Das hatten wir ja auch in dieser Saison schon gesehen. Aber die diese große Chance wollten sich die Mädels jetzt nicht mehr nehmen lassen. Und auch im 3. Viertel waren es zunächst die Bascats, die zu schnellen Punkten kamen. Aber dann kam der Gegner langsam ins Rollen. Sie holten Punkt um Punkt auf und es wurde schon zum Ende des 3. Viertels eine Nervenschlacht der besonderen Art. Das Ergebnis nach dem 3. Viertel ließ das schlimmste befürchten: nur noch 35:33 für die Bascats.

Jetzt hieß es kühlen Kopf zu bewahren. Und das taten die Mädels um Coach Sean Lowe auch. Die ersten 6 Punkte in diesem Viertel gehörten den Bascats. Aber der Gegner ließ nicht nach. Es war eines Endspiels wirklich würdig, was beide Teams auf dem Platz leisteten. Immer wenn der Anhang der Bascats glaubte: jetzt müsste es doch reichen, kam wieder ein erfolgreicher Drei-Punktewurf des Gegners und wieder war alles ausgeglichen. Ca. 1 Minute vor Schluss führten die Bascats dann mit 48:44. In einer dramatischen Schlussphase behielten die Bascats einen kühlen Kopf und gewannen den Krimi mit  51:47.

Die Capitol Bascats gewinnen die westdeutsche Meisterschaft

Die Freude kannte keine Grenzen mehr. Unbeschreiblicher Jubel brach aus. Die Spielerinnen lagen sich in den Armen und konnten ihr Glück kaum fassen. Auch der Trainer wusste nicht, wohin mit all seinen Emotionen. „Das ist einfach unglaublich was die Mädels hier geleistet haben. Ich finde kaum Worte

um meinen Stolz auf das Team zu beschreiben.“

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